Luxor – langer Weg – spannendes Ziel

Luxor – langer Weg – spannendes Ziel

Wie alles begann

Heute war es nun endlich so weit: Nach Wochen der Planung haben wir unser e-Visa und unsere 56 Eintrittstickets zusammengepackt und sind heute morgen nach Ägypten geflogen. Unser erster kleiner Luxus war, dass wir uns wegen des frühen Abflugs ein Hotel (Park / Sleep and Fly) gegönnt haben und so um 5 Uhr morgens irgendwo aus dem Münchner Outback zum Flughafen geshuttelt wurden.

Unser Flug – Oder: warum denn ausgerechnet Hurghada?

Grundsätzlich ist unser Trip nach Ägypten als Kulturtrip deklariert 😉 Deshalb war die ursprüngliche Planung, nach Kairo zu fliegen. Aber da die Flüge in die Hauptstadt 3mal so teuer waren, wie die Billigflieger nach Hurghada, wurde es also eine etwas längere Anreise an den Nil 😉

Leider konnten wir unseren Billigflieger nach Hurghada nicht online einchecken, und so begann unser Tag sehr früh, um sich in die Warteschlange zum Einchecken am Flughafen einzureihen. Natürlich dauerte es alles ein bisschen, weil der Schalter auch nicht 2,5 sondern eher 1,75h vor Abflug aufmachte. Grundsätzlich wollen wir uns aber nicht beschweren. Das Boarding und der Flug unserer Air Cairo Maschine waren insgesamt betrachtet sehr entspannt. Einziger persönlicher Aufreger war wieder einmal eine Dame aus dem Reich der kyrillischen Buchstaben, die meinte, ihre Füße über die Sitzreihe vor sich legen zu müssen – Anstand wurde auf dem Weg in den Urlaub sofort zu Hause vergessen 😉

Die Ankunft in Hurghada – oder die Frage: wo beginnt das Abzocken?

Für uns war die Antwort ganz klar: beim Visum. In der Ankunftshalle wurden von irgendwelchen Reisedienstleistern Visa on Arrival ausgestellt – wir hatten ja schon unser e-visa, also gingen wir an denen vorbei… jedoch wollte der Schalterbeamte gar kein Visa sehen – vielmehr war seine erste Frage, ob wir eine Tafel Milka für ihn dabei hätten – also da wollten sie uns sofort jedes Klischee bestätigen. Auf die Nachfrage, ob er denn unser Visa braucht, kam nur ein genuscheltes „interessiert mich nicht“. Aber man nimmt die Ganze Sache mit Humor und sieht das Visum einfach als Kulturstaatsabgabe 😉

Highway to Luxor

Über unser Hotel hatten wir einen Taxi Transfer nach Luxor gebucht und dank WA gesendetem Bild fanden wir unseren Fahrer ohne Probleme. Und los ging die wilde Fahrt – 4h Autobahnerlebnisse aus einer anderen Welt.
Erst einmal waren wir überrascht, wie leer die Straßen waren, einige LKWs, Busse und dazu Taxis und wenige private Autos. Deshalb konnte schon sehr zügig gefahren werden. Eine Besonderheit dabei ist, dass Ägypten ja theoretisch auf der selben Seite fährt wie wir, aber auf der Autobahn orientiert sich der allgemeine Verkehr auf der linken Spur und überholt wird in den meisten Fällen rechts. Natürlich gibt es da auch Ausnahmen, und deshalb musste unser Fahrer bei regelmäßigen rechts/links Kombinationen sein fahrerisches Können aufbieten.

Als zweites fielen die vielen Check Points negativ auf: alle paar Kilometer wurden wir kontrolliert, dabei wurde akribisch notiert, woher wir kommen und warum wir da sind, dazu musste der Fahrer seine verschiedenen Genehmigungen vorzeigen und natürlich auch ein Bakschisch rüberreichen. Nach der siebten Kontrolle war er schon sichtlich genervt und die Unterhaltungen am Autofenster wurden etwas schärfer im Ton 😉

Ankommen – Luxor und der Nil hautnah!

Trotz aller Straßensperren schafften wir es irgendwie doch noch nach Luxor, und dort wartete unsere letzte Überraschung des Tages. Unser Hotel liegt ja auf der Westseite des Nils und der Transfer fand nicht über die Brücke, sondern mit dem hauseigenen Boot von der Ost- zur Westseite statt, so dass wir schon am ersten Abend das Leben vom Fluss aus betrachten konnten.

Nach fast 16h Transfer sind wir also nun hier, haben wunderbar zu Abend gegessen und bereiten uns jetzt auf unseren ersten großen Kulturtag morgen vor. Wir haben den Tag randvoll gepackt mit allem, was die Westseite von Luxor zu bieten hat und schauen mal, ob wir diesen Marathon morgen so schaffen 😉

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