Seafari, St. Helier, Scones und Sonnenuntergang

So schnell geht Urlaub – kaum hat man sich an den Linksverkehr und die engen Straßen gewöhnt, schon bricht unser letzter vollständigere Tag auf Jersey an. Für heute hatten wir uns noch einmal einen bunten Mix aus dem Besten, was so eine Insel bieten kann, zusammengestellt.

Seafari

Los ging es heute morgen auf dem Wasser – und ich weiß noch, wie man Safari schreibt – aber der Anbieter hat einfach Sea und Safari zusammengebastelt, um seine Ausflüge auf dem Wasser anzupreisen. Wir hatten 90 aufregende Minuten Nordküste gebucht und wurden nicht enttäuscht. Mit Speedboot, Rockmusik und viel Spaß ging es um 9 Uhr los. Speedboot ist hier wörtlich zu nehmen – man sitzt etwas unbequem auf einer Art Sattel, um sich bei hohem Tempo besser festhalten zu können.

Der Ausflug ist eine herrliche Mischung aus Speedabschnitten und Stopps in den verschieden Buchten, um dort etwas über Land, Leute, Geschichte und Immobilienpreise zu erfahren. Für uns war vor allem interessant, die Küstenabschnitte, die wir von Land aus erwandert hatten, aus einem völlig neuen Winkel zu betrachten. Highlight war natürlich, in die Höhle von Devils Hole einzufahren. So schloss sich für uns der Kreis vom ersten Tag.

Uns hat dieser Ausflug unheimlich gut gefallen, da er genau die richtige Mischung aus Abenteuer, Information und Natur bot. Auf dem Rückweg hatten wir sogar noch das Glück, eine kleine Gruppe von Delfinen im Wasser zu sehen – und ihnen fasziniert beim Tauchen in den Wellen zuzuschauen.

St. Helier

Bisher hatten wir uns ja erfolgreich darum gedrückt, die Hauptstadt der Insel zu besichtigen, weil es da relativ wenig außer Banken und Briefkästen gibt 😉 Aber heute führte doch kein Weg an St. Helier vorbei. Unser Ziel war die einzige für uns interessante Attraktion – der zentrale Markt. Die Halle stammt aus der viktorianischen Zeit und die Glaskonstruktion wird von vielen filigranen gusseisernen Säulen getragen, so dass der Gesamteindruck sehr leicht und lichtdurchflutet ist. Wer uns kennt, weiß: Markt heißt natürlich Essen und wir gönnten uns hier in einer Creperie ein leichtes Mittagessen, bevor es am Nachmittag zu den Kalorien weiterging!

Scones

Wenn wir schon im britischen Kulturraum sind wollten wir uns wenigstens an einem Tag einen gepflegten Afternoon Tea gönnen. Also buchten wir uns in einem gehobenen Hotel am Strand den traditionellen Afternoon Tea auf der Terasse. Der Blick von der Terasse auf das bunte Treiben am Strand ist schon großartig – man fühlt sich ein wenig aus der Zeit gefallen. Irgendwie fühlt es sich eher viktorianisch als nach Charles III an. Aber man ist ja nicht nur zum schauen da, sondern auch zum klassischen Afternoon Tea mit Scones, süßen Kleinigkeiten und auch herzharten Sandwiches. Die meisten Sachen waren sehr gut, nur bei den herzharten Dingen fiel die Qualität etwas ab. Afternoon Tea ist immer lohnend, aber dieser gehörte insgesamt nicht zu unseren Top 10 Erlebnissen.

Sonnenuntergang

Nach so vielen Kalorien war es natürlich wieder Zeit für Bewegung. So schnürten wir unsere Wanderstiefel und erkundeten die Südküste immer der untergehenden Sonne entgegen. Die Wanderung im Süden war irgendwie anders. Die Natur ist schroffer und die Wegfindung ist eher schwierig an manchen Stellen. Aber die Ausblicke in die Buchten und Klippen ist mindestens genauso atemberaubend wie im Norden.
Am Ende unserer Wanderung erreichten wir den Leuchtturm, der an der Südwestecke Jerseys liegt und sahen der Sonne erfolgreich beim Baden zu. So ein Sonnenuntergang über dem Meer ist immer wieder ein schönes Erlebnis.

Morgen geht es also wieder zurück nach München. Vorher werden wir noch die eine oder andere Sehenswürdigkeit auf dem Weg zum Flughafen mitnehmen. Jersey war auf jeden Fall eine Kurzreise wert und wir können es uneingeschränkt weiterempfehlen.

Jersey – Coast, Castle and Cake

Zweiter Tag auf Jersey und endlich Königswetter – leider englischer König – sprich Variation schottischer Frühling. Soll heißen viel Wind und sehr hohe Luftfeuchtigkeit, die auch manchmal Regen sein könnte – der einzige Unterschied zum hohen Norden: hier ist es immer noch dampfig warm. Also ob man Regenjacke anzieht oder nicht macht fast kein Unterschied – durchgefeuchtet wird man trotzdem 😉

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Jersey – auf direktem Wege!

Heute ging es also auf zum zweiten Teil unserer Reise zu den Kanalinseln. Nachdem wir Anfang Juni umständehalber unseren Urlaub auf zwei Portionen aufteilen mussten, war es heute soweit – ohne langwierige Umwege über London ging es direkt mit Lufthansa in gerade einmal 90 Minuten in die Vogtei Jersey. Wie Guernsey ist diese auch direkt Herzog Charles III der Normandie unterstellt und somit ein souveräner Staat mit eigenem Finanzwesen und Gerichtsbarkeit.

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London Calling – 24h in the City

Unser kurzer Urlaub neigt sich heute schon wieder dem Ende zu. Für den letzten Tag auf Guernsey hatten wir uns noch eine letzte Touristenattraktion aufgespart – aber zuerst ging es erst einmal zum Frühstück in einen Pub mit dem wunderbaren Namen Puffin & Oyster. Noch ein letztes Mal ein klassisches englisches Fry Up – obwohl wir uns dieses Mal etwas zurückgehalten haben und sogar eine vegetarische Variante gefunden haben. Mit dem letzten Blick über die Bucht verließen wir den Norden der Insel, um auf verschlungenen Wegen in den Süden zu fahren.

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Sark – Sturmerprobter Feudalsitz

Die Aussage ist heute nicht mehr ganz so richtig – aber Sark war wirklich die letzte Feudalherrschaft Europas und führte erst 2008 die Demokratie ein. Die Idee mit der Feudalherrschaft hatte Elisabeth I. Sie unterteilte die Insel in 40 Parzellen für 40 Feudalvasallen, die von einem Seigneur – sprich Lehnsherr – regiert wurden. Diese 40 Grundbesitzer bildeten das Parlament und so war die Insel für 450 Jahre in Privilegierte und ungewaschenes Volk eingeteilt. Den Seigneur gibt es immer noch – aber das Parlament wird heute von allen Bewohnern gewählt! Das sind auch nicht so viele – im Moment so ca 600 ständige Bewohner.

Anreise

Von Guernsey verkehrt ein regelmäßiger Fährdienst, der 2- 3 Mal am Tag die beiden Inseln verbindet. Die Fahrt dauert ca 45 Minuten. Diese können bei Sturm und Regen auch sehr lang werden Natürlich war bei uns nur Windstärke 6 angesagt und so wurde die Hinfahrt ein sehr wilder Ritt – da wussten wir aber auch noch nicht, was uns auf der Rückfahrt erwarten wird.

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Guernsey Cliff Path – Renoirs Traumort

Nach dem Sturm von gestern wachten wir heute morgen zu mehr oder minder strahlendem Sonnenschein und Windstille auf. Da wirkt alles doch gleich noch einmal freundlicher. Unser heutiger Plan war, einen Abschnitt des Cliff Paths von Guernsey zu erwandern.

Natürlich braucht man vor so einer langen Wanderung erst einmal ein ordentliches Frühstück. Zum Glück gibt es bei uns um die Ecke ein ordentliches Brunchlokal, dass einen bei Bedarf mit einem riesigen Berg an Speck, Eiern, Waffeln, Hash Browns und Kaffee versorgt – also alles, wovon einem der Arzt abgeraten hat. Schmecken tut es deshalb um so mehr – aber man ist schon recht voll und freut sich doch auf die anstehende Bewegung

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Guernsey – 3-Wetter-Taft im Minutentakt

Nachdem unser Urlaub aufgrund von unvorhersehbaren Ereignissen in der Mitte geteilt wurde, haben wir heute morgen kurzfristig den Frühflieger nach London gebucht, um von dort dann nach Guernsey weiterzureisen und in den zweiten Teil unserer Reise einzusteigen.

Wie bereits bei unserem Ägyptenurlaub gönnten wir uns den Luxus, in der Nähe des Flughafens ein Sleep, Park and Fly zu buchen, um morgens nicht den Unbillen der S-Bahn ausgesetzt zu sein – und eine Stunde länger schlafen zu können. Für alle, die das auch mal ausprobieren wollen, können wir das Hotel Eric nur empfehlen – Abwicklung, Parken, Transport alles schnell und unkompliziert. So ist man in schnellen 15 Minuten morgens um 05:45 Uhr am Terminal. Da wir nur mit leichtem Gepäck reisen, ging es für uns recht schnell und unkompliziert durch die Sicherheitsschleusen bis zum Gate von British Airways.

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24h All Inclusive erleben

Nachdem wir die letzten 10 Tagen Ägypten hautnah erlebt haben, steht an unserem letzten Tag eine für uns ungewohntes Erfahrung an – All Inclusive Urlaub in Hurghada. Da unser Heimflug von Hurghada geht, mussten wir ja erst mal wieder zurück ans Rote Meer. Und da es keine direkte Umsteigmöglichkeit gab dachten wir uns, gönnen wir uns doch mal 24h Entspannung hier in einem Resort am Meer.

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GEM – Staunen zum Abschluss

Wie gestern angekündigt stand heute das letzte große Highlight auf dem Programm – das Grand Egyptian Museum. 10 Jahre haben wir darauf gewartet, dass dieses neue Museum endlich seine Pforten öffnet. Die Planung und Umsetzung des Museums war ähnlich komplex wie mancher deutsche Bahnhof, oder Flughafen. Die Grundsteinlegung war vor über 20 Jahren und seitdem wurstelt sich das Museum seiner Eröffnung entgegnen. Theoretisch ist der Bau und die Inneneinrichtung seit fast 10 Jahren fertig und seitdem wurde die Eröffnung für jedes Jahr zumindest in Aussicht gestellt. Im Herbst 2025 war es dann wirklich soweit und mit viel Tam Tam wurde das Museum der Öffentlichkeit übergeben.

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