Guernsey – 3-Wetter-Taft im Minutentakt

Guernsey – 3-Wetter-Taft im Minutentakt

Nachdem unser Urlaub aufgrund von unvorhersehbaren Ereignissen in der Mitte geteilt wurde, haben wir heute morgen kurzfristig den Frühflieger nach London gebucht, um von dort dann nach Guernsey weiterzureisen und in den zweiten Teil unserer Reise einzusteigen.

Wie bereits bei unserem Ägyptenurlaub gönnten wir uns den Luxus, in der Nähe des Flughafens ein Sleep, Park and Fly zu buchen, um morgens nicht den Unbillen der S-Bahn ausgesetzt zu sein – und eine Stunde länger schlafen zu können. Für alle, die das auch mal ausprobieren wollen, können wir das Hotel Eric nur empfehlen – Abwicklung, Parken, Transport alles schnell und unkompliziert. So ist man in schnellen 15 Minuten morgens um 05:45 Uhr am Terminal. Da wir nur mit leichtem Gepäck reisen, ging es für uns recht schnell und unkompliziert durch die Sicherheitsschleusen bis zum Gate von British Airways.

Der erste Flug war auch völlig unkompliziert- sogar mit einem Fläschchen Wasser und einem Flapjack war man gestärkt für das Terminal 5 in Heathrow. Da wir aber dort über 3 Stunden Aufenthalt hatten, brauchten wir natürlich noch mehr Stärkung: aber hier konnte uns natürlich bei einem Pret weitergeholfen werden.

Leider verließ uns in London dann ein bisschen das Reiseglück. Unser Flieger nach Guernsey war zwar sehr pünktlich und wir saßen alle brav zum richtigen Zeitpunkt im Flieger, als sich unsere Kapitänin meldete und meinte, dass wir aufgrund des Wetters ein bisschen länger warten mussten. Kann ja keiner ahnen, dass die Briten bei Regen und Wind auf einmal nicht mehr fliegen können 😉 Also warteten wir fast 90 Minuten im Flieger darauf, um dann in 30 Minuten nach Guernsey zu hüpfen.

Guernsey erwartete uns mit Sturm, Regen und Sonne im Minutentakt. Selten passte der Spruch „Passt dir das Wetter nicht, dann wart 5 Minuten“ besser aufgehoben als hier – irgendwie standen wir auch etwas verloren in der winzigen Empfangshalle, da unser Mietwagen von Europcar nicht da war – Check 24 hatte unsere Änderung des Flugs zwar brav notiert, aber Europcar hatte das schlicht ignoriert und musste erst mal gesucht werden. Also unsere kleinen Unwägbarkeiten setzten sich hier gleich fort.

St. Peter Port – Hauptstadt der Bailwick Guernsey

Schließlich waren wir dann doch startklar, und los ging es mit unserem altersschwachem Corsa in die Hauptstadt von Guernsey. Ja, richtig gelesen – Guernsey ist theoretisch ein eigenes Land – es gehört nicht zu Großbritannien. Vielmehr gehört es Charles mehr oder minder persönlich – und zwar nicht als König, sondern vielmehr in seiner Funktion als Herzog der Normandie- bevor das hier zu technisch wird, geb ich das für alle interessierte an geeignete Ki-Bots oder Wikipedia ab.

Den kurzen Nachmittag nutzten wir, um einen Spaziergang durch die Stadt zu machen, Scones zu essen, eine alten Friedhof zu besichtigen und einen wunderschönen öffentlichen Park zu entdecken. Zwischendurch wurden wir je nach Bedürfnis vom Wetter mit dem ganzen Repertoire an Möglichkeiten bedacht.

Vor allem den Park fanden wir wunderschön angelegt und mit vielen schönen Blumen. Außerdem steht hier auch noch eine Statue von Victor Hugo, der hier sehr lange im Exil gelebt hat und auf der Insel unter anderem Les Miserables geschrieben hat.

Pub, Regenwanderung und Unterkunft

Für den Abend hatten wir in einem schönen Pub reserviert und uns mit klassischem englischen Pubfood für die Abendrunde zu stärken. Unsere kleine Runde wurde wegen Wetter aber dann doch noch kleiner und nass wurden wir trotzdem – aber wir haben unterwegs schöne Blumen fotografiert, Rebhühner aufgescheucht und Hasen über die Wiesen hoppeln sehen.

Von unserer Unterkunft hatten wir uns deutlich mehr erwartet – irgendwie haben wir das kleinste Zimmer gewonnen, wo das Bett eher eine Schlafkoje in einem Campervan entspricht als einem vollständigen Schlafzimmer – also drumrum laufen ist da nicht drin. Na ja irgendwie bekommen wir das auch noch hin.

Abendgedanken

Unser erster Gedanke zu Guernsey war sehr positv. Alles sehr gediegen, gepflegt und viele Palmen – aber Wind muss man hier wahrscheinlich schon mögen. Wir versuchen uns morgen an einer längeren Küstenwanderung und hoffen, dass das Wetter ein paar Stunden ohne Bewässerung auskommt.

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