London Calling – 24h in the City

London Calling – 24h in the City

Unser kurzer Urlaub neigt sich heute schon wieder dem Ende zu. Für den letzten Tag auf Guernsey hatten wir uns noch eine letzte Touristenattraktion aufgespart – aber zuerst ging es erst einmal zum Frühstück in einen Pub mit dem wunderbaren Namen Puffin & Oyster. Noch ein letztes Mal ein klassisches englisches Fry Up – obwohl wir uns dieses Mal etwas zurückgehalten haben und sogar eine vegetarische Variante gefunden haben. Mit dem letzten Blick über die Bucht verließen wir den Norden der Insel, um auf verschlungenen Wegen in den Süden zu fahren.

Filter – Guernsey für Fortgeschrittene

Ich hab noch nichts über den Straßenverkehr auf der Insel gesagt. Grundsätzlich sind die Leute hier sehr entspannt. Mietautos haben sowieso einen großen Touristenaufkleber, damit jeder sofort erkennt: hier müssen wir aufpassen. Und so ist es auch wirklich. Leute halten an, um einen abbiegen zu lassen und warten auch sonst geduldig, bis sich der Tourist orientiert hat.

Eine besondere Attraktion für Touristen sind Straßenkreuzungen, die als Filter gekennzeichnet sind. Erst kommt ein Schild „Filter Ahead“ und danach kommt eine Kreuzung auf die gelbe Rauten gemalt sind. Das bedeutet, dass hier nicht Rechts vor Links oder so einfache Dinge gelten – Nein, hier gilt wer zuerst kommt fährt zuerst – so müssen sich die Leute nach und nach einigen, wer denn jetzt dran ist – das funktioniert erstaunlich gut und geht einigermaßen zügig voran.

Ansonsten sind viele Straßen sehr schmal, und bei Bedarf wird gerne auch der Gehweg als Ausweichmöglichkeit zum weiterfahren genutzt. An anderen Stellen muss man schauen, wie man das Auto am Besten in eine Hecke drückt, um aneinander vorbeizukommen – kein Wunder, dass der Mietwagen rundherum verkratzt war.

Little Chapel

So, jetzt aber zum letzten touristischen Highlight – die Little Chapel unweit des Flughafens. Hier hatten wir zum ersten Mal eine große Tourgruppe, die ebenfalls zur Besichtigung da war – da die Kapelle aber wirklich klein ist – waren die auch schnell wieder weg und wir hatten das Kleinod ganz für uns.

Was ist denn nun das Besondere an dieser Kapelle? Sie ist eine Miniaturversion der Lourdes Grotte, die Anfang des 20.Jh von einem Mönch gebaut wurde. Speziell ist ihre Verzierung aus tausenden Porzellanscherben, Kieselsteinen und Muschelschalen. Wenn man sich Zeit lässt, kann man an jeder Ecke spannende Motive auf den Scherben entdecken. Die Kapelle kämpft heute etwas mit der Statik und so muss hier ständig renoviert werden – grundsätzlich ist sie aber einen Besuch wert und zählt zu den wichtigeren Sehenswürdigkeiten der Insel.

Abschied von Guernsey

Kurz vor unserem Abflug gönnten wir uns noch einen letzten Scone – dieses Mal sogar draußen bei leichtem Wind und Sonnenschein – jeden Tag ein völlig anderes Wetter – faszinierend! Danach schleppten wir unseren Corsa auf dem letzten Tropfen Benzin zum Flughafen. Da wir nur mit Handgepäck unterwegs sind, war der Weg zum Gate schnell erledigt – und dieses Mal ging es auch flott los, so dass wir sehr pünktlich in London ankamen

London: erste Eindrücke

Unser Tranfer vom Flughafen zum Hotel in der City war schnell und problemlos. So konnten wir am späten Nachmittag erste Eindrücke von Fleet Street, Covent Garden, Chinatown und Soho sammeln. Interessanterweise erschien uns die Stadt deutlich leerer als gewohnt. Natürlich war Sonntag Nachmittag, aber selbst im Theater District war die Menschenmenge überschaubar.

Neben der Actors Church, dem Seven Dials Market waren unsere wichtigsten Stops ein Feierabendbier in einem tollen Pub und anschließend indisch essen zu gehen. Der Pub The Lamb and Flag ist der älteste im Distrikt Covent Garden – wirklich urig mit einer lebhaften lokalen Szene. Für das Essen haben wir uns das Dishoom ausgesucht – eine lokale indische Kette, die berühmt für ihre Warteschlangen ist. Ging aber recht flott, um einen Tisch zu bekommen und so konnten wir richtig gutes authentisches indisches Essen genießen.

Abendgedanken

London hat sich definitiv verändert seit dem letzten Besuch: mehr Fahrräder, mehr grün und auch etwas ruhiger und gesetzter. Mal sehen, ob das morgen an unserem letzten Tag auch so bleibt. Morgen schauen wir uns noch St. Pauls an, bevor es am frühen Nachmittag in Richtung Gatwick und zurück nach Hause geht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Cookie Consent mit Real Cookie Banner