Urlaubsgedanken und Eswatini

Urlaubsgedanken und Eswatini

Unser Safariurlaub ist nun auf der Zielgeraden und wir verbringen unsere beiden letzten Tage in Mlilwane National Park. Irgendwie haben wir 2 verschiedene Unterkünfte, ein Hostel am Tag 1 und eine Lodge für den zweiten Tag gebucht – die beiden sind nur 2km auseinander – fragt nicht – wir wissen auch nicht warum 😉

Erst einmal das Hostel ist großartig: kleine Hüttchen auf einer großen Wiese oben auf einem Hügel – mit perfektem Blick in die nächste Wolke. Ja, wir sind immer noch mit Regen gesegnet und genießen deshalb heute einen eher ruhigen Tag. Ansonsten kann man vom Haupthaus aus die Affen beobachten, wie sie auf dem Rasen umhertollen! Die Geschichte dieses Nationalparks ist auch besonders, weil er von einer Privatperson gegründet wurde, der seine Farm in einen Schutzpark umgewandelt hat, weil die britische Kolonialregierung keine Lust hatte, hier in der Region einen Schutzpark einzurichten – viel Engagement!

An unserem zweiten Tag hier in Eswatini haben wir fast das komplette Land von Ost nach West durchquert und wir waren positiv überrascht – obwohl das Land zu den Ärmsten der Welt gehört, sind die kleinen Ortschaften und Häuser besser in Schuss als viele Townships in Südafrika. Jetzt im Westen ist auch deutlich mehr los als im Osten und in den größeren Städten spielt sich ein Großteil des Lebens auf der Straße ab – aber unser Eindruck war bisher positiver als in den Städten Südafrikas.

Nachdem die letzten Tage sehr voll mit Game Drives, Self Drives und entdecken von spannenden, wilden Tiere waren, ist der heutige Tag eher zum Ausruhen und Ausspannen. Das fing mit einem entspannten späten Frühstück (7 Uhr) im Camp an und setzte sich mit einem völlig entspannten Lunch in einem Gartencenter in der Nähe unserer heutigen Unterkunft fort – und jetzt sitzen wir gemütlich hier und warten auf das Abendessen!

Da wir ja gerade so entspannt zusammensitzen, erste Gedanken zu unserem Urlaub. Wie immer hatten wir das Programm vollgepackt, um so viele Tiererlebnisse es geht zu ermöglichen. Dazu kam noch die logistische Herausforderung, in 2 Wochen 9 Mal in ein Land einzureisen und wieder auszureisen – also 18 Grenzübertritte mit allem was dazugehört. Am Freitag werden wir die letzte innerafrikanische Grenze überqueren um mit unserem Mietwagen wieder zurück nach Johannesburg zu fahren.

Und hat sich dieser Aufwand gelohnt?
Auf jeden Fall, jedes einzelne Erlebnis, die Victoriafälle in Zimbabwe und Zambia, der Chobe Nationalpark in Botswana, Kruger NP in Südafrika und jetzt die beiden Parks in Eswatini brachten immer wieder neue Facetten an Menschen, Tieren, Abenteuer zum Vorschein und wir hatten jeden Tag unheimlich spannende Erlebnisse, die uns noch lange begleiten werden.

Gibt es etwas, dass Ihr ändern würdet?
Wie immer stellt sich die Frage, ob in der Mitte und am Ende noch ein Ruhetag gut gewesen wären, vielleicht werden wir das in Zukunft noch mal überdenken.

Was hat euch überrascht?
Erst einmal hatten wir gar nicht erwartet, so viele verschiedene Tiere zu sehen und auch so große Herden. Auch als Selbstfahrer im Kruger Park tauchten immer wieder spannende Tiere oder Herden auf und es wurde niemand langweilig, obwohl wir bis zu 10 Stunden pro Tag durch den Park zuckelten.
Außerdem war alles viel grüner als gedacht – lange nicht so ausgetrocknet, wie man es normalerweise am Ende der Trockenzeit erwartet.

…und noch ein Random Fact, der mich überraschte: Giraffen sind stumm – also keine Warnmöglichkeiten an die Herde, wenn ein Löwe kommt.

Morgen verlegen wir uns dann in das größere Camp, um von dort aus 2 kleine Wanderungen zu unternehmen. Ja, das besondere hier in diesem Park ist, dass es keine „gefährlichen“ Tiere gibt und man deshalb die Touristen ohne Bedenken in die Wildnis schicken kann – so ganz sicher sind sie sich doch nicht, denn trotz allem muss man sich in ein dickes Buch eintragen, dass man das alles freiwillig macht und niemand verantwortlich ist, falls die ungefährlichen Tiere doch etwas im Schilde führen. Wir werden auf jeden Fall berichten!

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