Nachdem wir wieder eine Woche im Land sind ist es Zeit, zurückzublicken und noch einmal Bilanz zu ziehen. Die zwei Wochen im südlichen Afrika waren eine intensive Erfahrung. So viele unvergessliche Erlebnisse und Begegnungen, die uns noch Jahre im Gedächtnis bleiben werden.
Für alle, die es interessiert, hier eine kurze Zusammenfassung unserer Planung und unserer Kosten:
Die Reise war aufgeteilt in 4 Gruppen
- Victoriafälle (das grüne Juwel Afrikas) in Zimbabwe und Zambia – 2 Nächte
- Chobe National Park (Tiererlebnisse am Wasser) in Botswana – 3 Nächte
- Krüger Nationalpark (Safarierlebnis als Selbstfahrer) – 6 Nächte mit An und Abreise
- Eswatini (Nashörner in Hlane) und Wandersafari in Mlilwane – 3 Nächte
So haben wir innerhalb von 14 Tagen 5 Länder bereist und haben insgesamt 18 Grenzübertritte zusammengebracht. Die Menge an Stempeln ist atemberaubend.
- 3 Einreisen nach Zimbabe + 3 Ausreisen
- 3 Einreisen nach Südafrika + 3 Ausreisen
- 1 Einreise und Ausreise nach Zambia, Botswana, Eswatini und Deutschland
Das hört sich von außen betrachtet natürlich nach viel Aufwand an, aber zum Glück liegen die verschiedenen Cluster doch immer sehr nah beieinander. So wechselt man bei den Victoriafällen in wenigen Minuten zwischen Zimbabwe und Zambia. Botswana ist auch nur gut 90 Minuten mit dem Auto entfernt.
Der Krüger Nationalpark und Eswatini als die beiden südlichen Cluster sind auch nur knappe 2h mit dem Auto auseinander. Also ist es gar nicht so kompliziert, wenn man mal im Flow ist. Vor allem, weil die Grenzkontrollen sehr einfach und schnell durchgeführt wurden und wir an keiner Grenze wirklich lange gewartet haben.
Transport
- Flug München – Johannesburg (10h)
- Flug Johannesburg Victoria Falls 1h 45min
- Private Taxis und Flughafentransfers
Kosten: 2450 Euro
Mietwagen
Für die 2 südlichen Reiseabschnitte haben wir uns einen geländetauglichen Suzuki Jimny mit Campingausstattung Light bei einem lokalen Anbieter gemietet. Ich seh schon wieder Fragezeichen, wegen Camping, oder? Für uns war es wichtig, dass das Auto eine richtige Kühlbox, eine Küchenbox mit French Press sowie Tische und Stühle hat, damit wir uns morgens mit Kaffee und Müsli für die frühen Fahrten wappnen konnten

- 9 Tage – 1650 km
- Die Hälfte der Kilometer an den beiden Transfertagen vom Flughafen zum Krüger Nationalpark und zurück von Eswatini
- 2 Grenzübertritte
Kosten: 1200 Euro (Miete, Ausstattung, Benzin, Maut)

Übernachtungen
In Victoria Falls und in Kasane (Chobe Nationalpark) hatten wir den Luxus, dass wir mehr als eine Nacht an einem Ort verbrachten. Im Kruger Park und in Eswatini wechselten wir jeden Tag den Standort, um verschiedene Landschaften und Tierbeobachtungsmöglichkeiten zu erkunden.
- Victoria Falls 2 Nächte in der Dzimbahwe Guest Lodge
- Kasane 3 Nächte Nxabii Cottages
- 4 Nächte im Kruger Nationalpark – Unterkünfte in den Rest Camps: Berg en Dal, Skukuza, Satara und Lower Sabie
- 3 Nächte in Eswatini – Unterkünfte in den Parks Hlane und Mlilwane unter anderem auch das Sondzela Backpackers
- 2 Übernachtungen Transfer vom und zum O.R. Tambo Flughafen Johannesburg
Wir waren mit allen unseren Unterkünften mehr als zufrieden und können sie wärmstens empfehlen.
Kosten: 1190 Euro – 85 Euro/Nacht
Essen
Beim Essen wurden wir in den Guesthouses mit wunderbarem hausgemachtem Essen verwöhnt. In den Rest Camps gab es entweder Abendessen in Buffet Form (ordentlich) oder Restaurants, wo wir uns an zwei Abenden ein perfektes Steak gönnten. Trotz dieser Extravaganzen waren die Kosten für Essen insgesamt recht niedrig. Steakpreise (300g für 15 Euro) in Südafrika ein kleiner Luxus – in München würdest du dafür noch nicht mal ein Scheibchen Carpaccio bekommen 😉
Essen, das uns aus einem oder anderem Grund in Erinnerung geblieben ist:
- Butter Chicken im Acra Retreat
- Frühstück in Nxabii Cottage mit einem Berg Früchte und 8 Pancakes!!
- Steaks im Baron Grill Satara und Skukuza
- Bobotie Jaffles in Tshokwane
- Hot Pockets beim SuperSpar
- Hühnchen, Reis und Kraut über dem offenen Feuer gekocht im Sondzela Backpackers
- Buffet in Mlilwane mit Blick auf den Teich mit Schildkröten, Webervögel und Eisvögel
- Hausgemachtes 3 Gänge Menü mit Getränken bei Emma am letzten Abend für gerade mal 8 Euro pro Nase
Kosten: 700 Euro – 50 Euro/Tag
Eintritte
Jeder Nationalpark verlangt natürlich Eintritt, aber die Preisunterschiede sind schon astronomisch. Ganz oben auf der Preisliste steht Victoria Falls Nationalpark auf der Zimbabwe Seite – stolze 50 Euro pro Person werden hier für das Tagesticket aufgerufen. Da sind die Parks in Botswana und Eswatini deutlich günstiger mit gerade mal 10 – 15 Euro pro Person. Wenn man bedenkt, dass der Zoo in München demnächst 25 Euro für das Tagesticket nimmt, ist das fast schon ein Schnäppchen. Ja natürlich muss man trotzdem noch hinfliegen und der Flug ist teuer – wollte ja nur mal sagen…
Kosten: 482 Euro
Geführte Touren
Neben unseren Abenteuern im eigenen Auto hatten wir in den unterschiedlichen Parks auch Game Drives gebucht. Vor allem die Bootstouren in Chobe und die Nashornerfahrung in Hlane waren hier besondere Highlights. Hier habe ich auch die Kosten für unsere Dinner Cruise mit reingeworfen, weil sie eher zu den Touren gehört als zu einem regulären Abendessen. Immerhin haben wir da auch unser erstes Hippo gesehen!
Kosten: 653 Euro

Visa
Das einzige Land, das ein Visum für uns haben wollte, war Zimbabwe, leider mussten wir hier dreimal einreisen und dementsprechend wurde es etwas teurer. Über die Komplexitäten eines Multi-Entry Visas wollen wir da gar nicht sprechen – einfach abhaken!
Kosten: 133 Euro
Das sind jetzt nicht ganz exakte Summen, und es gab dann auch noch sonstige Kosten, wie Einkäufe, Wasserflaschen, Trinkgelder, Waschen usw. So kommen wir ungefähr auf folgende Gesamtkosten:
Gesamtkosten für 2 Personen: 7000 Euro oder 250 Euro pro Person und Tag!
Tiere
Jetzt haben wir soviel über Zahlen gesprochen und noch gar keine Tiere erwähnt, obwohl das ja der Hauptgrund für die Reise war. Also wir haben wirklich unheimlich viel gesehen:
- Die Big 5 (Elefant, Nashorn, Löwe, Büffel, Leopard)
- The Ugly 5 (Hyäne, Warzenschwein, Gnu, Geier, Marabu )
- The Forgotten Ones (Giraffe, Flusspferd)
- Herdentiere (Zebras, Antilopenarten)
- Affen, Mungoose, Hörnchen und sogar ein paar Schlangen
- Adler, Reiher Bananenvögel, Eisvögel, Stare und unzählige weitere Vögel
Also, die Reise hat sich wirklich gelohnt und wir werden noch Wochen versuchen, unseren ganzen Bildern Herr zu werden.
Die meisten Bilder hier hat Sonja mit einer Sony A6700 mit 100-350mm Teleobjektiv gemacht. Eine wirklich großartige Kamera für die Tierfotografie. Man staunt schon, wieviel Tausend Euro und Kilo Equipment andere dabeihaben – wow! Mit der Sony hat man ein ausgewogenes Verhältnis von Preis und Gewicht. Wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden!
