Escale Creole – faszinierendes Esserlebnis

Escale Creole – faszinierendes Esserlebnis

So schnell waren unsere beiden Tage an der Ostküste vorbei und wir mussten heute morgen Abschied nehmen von unserem schönen Balkon und Pool. Aber wir haben ja noch 4 Nächte im Norden der Insel gebucht und waren schon sehr gespannt, was der Norden der Insel im Vergleich zu den beiden anderen Regionen zu bieten hat.

Restaurant Escale Creole

Bevor es aber in den hohen Norden der Insel ging, hatten wir uns heute Nachmittag noch einen Besuch in dem angesagtesten creolischen Restaurant der Insel vorgenommen. Seit 1996 kocht hier Maman Majo Herzensküche. Authentische creolische Küche, die mit viel Liebe und Begeisterung für gute Zutaten und einzigarte Geschmäcker in der Küche gezaubert werden. Dazu kommt noch die Tochter, die sich um das Wohl der Gäste kümmert. Für dieses Erlebnis verlassen verwöhnte Touristen sogar für ein Mittagessen ihre Luxusresorts an den Küsten dieser Insel. Denn das Restaurant liegt nicht irgendwo an der Küste, vielmehr in Moka, einem eher wenig touristisch geprägten Ort im Landesinneren.

Also mussten wir erstmal wieder ein gutes Stück zurück so ca 35 Km was in diesem Land eine knappe Stunde Fahrzeit mit sich bringt. Unterwegs haben wir noch bei einem Straßenstand Obst eingekauft, um unseren Vitaminhaushalt für den langen kalten Winter in Deutschland aufzufrischen. In der Zwischenzeit sind auch die Preise von Litchis auf einen erträglichen Preis gefallen, so dass wir uns dieses kleine Vergnügen heute auch leisten konnten. Kurze Erklärung. Die Litchi Saison beginnt Ende November und die ersten Früchte sind sündhaft teuer und mit jedem Tag werden sie ein bisschen billiger 😉

Unsere weitere Anreise war gar nicht so einfach, da Moka sehr muslimisch geprägt ist, und die Muslime auf dem Weg zum Freitagsgebet die Strassen mit Fahrzeugen, Fahrrädern oder einfach mit sich selbst zustellten. Außerdem mussten wir auch erst einmal den richtigen Hiterhof finden in dem sich das Restaurant versteckt. Man hätte ja auch den Schildern folgen können – aber wenn die so klein sind probiert man sich erst einmal durch einen anderen Hinterhof aus 😉

So zurück zum Restaurant, der erste Eindruck aus dem Auto heraus ist staunen, man schlängelt sich durch einen tropischen Garten und dem Restaurant selbst um das Haus herum bis zum Parkplatz – auch hier ein kleines Abenteuer. Anschliessend geht man durch die wunderscöne Blütenpracht zum Restaurant und wird dort herzlich begrüßt und irgendwo in die Botanik gepflanzt. In meinem Fall war das wörtlich zu nehmen, da ein großes Blatt unbedingt mit mir Freundschaft schliessen wollte 😉

Kommen wir zum Essen. Es gibt 3 Menüs – bei denen man entscheidet, ob man 1, 2 oder 4 verschiedene Hauptgerichte probieren möchte. Natürlich ist bei dem 4er Paket die Portionsgröße reduziert. Da wir gerne alles Ausprobieren wollten, wählten wir die Variante mit 4 Gerichten. Demzufolge bestand unser Menü aus folgenden Bestandteilen:

  • Authentische creolische Wurst in einer Tomatensauce
  • Fish Vinday (eingelegt in Kurkuma, Zwiebeln und Zitrone)
  • Tintenfisch Curry mit grüner Papaya
  • Hirschragout mit lokalen Gewürzen
  • dazu Linsensuppe, Reis, Auberginenpüree, Chutney und Kohlvariationen

Wie wir ja schon gelernt haben, wird Suppe ja nicht einfach so weggelöffelt – sondern vielmehr wird sie nach und nach über den Reis gekippt und so zusammen gegessen – ansonsten ist der Reis ja auch viel zu langweilig. Das ganze kommt alles gleichzeitig in einer kleinen Flut von Emaille Töpfchen und Schälchen. Dazu noch mit einer groben Erklärung in welcher Reihenfolge man das abarbeiten soll. Der Trick liegt darin zu erkennen, wo schon Löffel drin sind und wo nicht…

Jetzt aber genug der Erklärung – wie hat es geschmeckt? Um es kurz zu machen: großartig. Es sind diese Art von Gerichten, die ein einzigartiges Aroma haben, wo man bei jedem Bissen die Liebe spürt, die hier in das Kochen hineinfließt. Jedes Gericht war auf seine Art und Weise einzigartig und schmeckte hervorragend – unser Favorit war eindeutig das Hirschragout, weil es so eigen war und einem eine ganz neue Aromenwelt eröffnete – aber auch die anderen Gerichten standen diesem Erlebnis in nichts nach.

Also, falls ihr mal nach Mauritius kommt – dieses Restaurant ist den kleinen Umweg nach Moka auf jeden Fall wert!

Trou aux Biches

Für die letzten 4 Nächte hatten wir uns ein Hotel mit direktem Strandzugang im Norden der Insel ausgesucht. Sagen wir mal so, das Hotel ist wirklich direkt am Strand – aber nach den Erlebnissen am Anfang der Reise in Flic en Flac war der Strand irgendwie enttäuschend. Ja klar auch hier gibt es kilometerlange Sandstrände – aber leider nimmt hier ein Großteil des Strands das riesige Beachcomber Ressort ein. 35 Hektar tropischer Garten mit verschiedenen Villen und Suiten. Gibt es ab günstigen 300 Euro die Nacht in der „Besenkammer“ 😉 wo kein Hotel da sind unzählige Boote zu finden. Also irgendwie will da nicht so ein schönes Beachfeeling aufkommen. Na ja für einen Strandspaziergang hat es schon mal gereicht. Und prompt hat uns dieses Mal auch unser erster tropischer Regenguss überrascht, so dass wir frisch geduscht nach Hause kamen.

Morgen machen wir erst einmal wieder einen Ausflug bevor wir uns mit dem Thema Baden weiter beschäftigen – wir halten euch da mal auf dem Laufenden!

One thought on “Escale Creole – faszinierendes Esserlebnis

  1. Hallo Feinschmecker,
    es ist richtig, wenn ihr euren Vitaminhaushalt auffüllt. Bei so einem großen Angebot verschiedener Früchte, müsst ihr zugreifen. Vergangene Nacht hatte es bei uns am Haus – 8 Grad und das im November.
    Das Superrestaurant, das ihr besucht habt, scheint ein wunderbares Gartenrestaurant zu sein. Die Tische sind einzeln zwischen den Pflanzen platziert, so hat jeder seine eigene blühende Nische.
    Das Essen mit seinen vielen verschiedenen Angeboten, sieht appetitlich und frisch aus. Bei so viel Leckereien, sollte man vorher 2 Tage fasten, damit man auch alles versuchen und essen kann.
    Auf euren Strandbildern kann man das Unwetter förmlich miterleben. Es sind richtig dicke, schwarze Gewitterwolken, die man sonst auf Urlaubsbildern fast nie zu sehen bekommt.
    Viele herzliche Grüße aus der Kälte!!

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