Erst einmal eine Anmerkung in eigener Sache – W-Lan wird in den nächsten Tagen ein seltenes Gut sein – deshalb kann es sein, dass der Blog unregelmäßig kommt – im Moment verwenden wir mobile Daten, aber das Signal im Busch ist trotzdem immer noch sehr schwach!
Gestern und heute war es hier für die Jahreszeit Frühling viel zu heiß – heute hatten wir satte 36 Grad – aber ab morgen wird es endlich kühler – leider bedeutet das auch, dass die nächsten Tage regnerischer werden – Na ja schauen wir mal, wie es so wird!
Zurück zu heute – es heißt immer, das man frühmorgens die meisten Tiere entdecken kann – nun, das ist die Theorie – bisher haben wir die meisten Tiere so gegen 14-16 Uhr gespottet. Aber wir wollen dem frühen Morgen eine weitere Chance geben und wie das restliche Camp sind wir halb 6 wach, um bei Toröffnung um 6 hinaus in die Welt zu ziehen. Das Camp, in dem wir heute Nacht geschlafen haben zählt zu den größten im Park und so reiht sich Hüttchen an Hüttchen – so nach Sonnenuntergang ist es da gar nicht so einfach, sein eigenes wiederzufinden.
Aber zurück zu unserem Erfolg beim Tiere entdecken am frühen Morgen – na ja sagen wir mal so: es war ein bisschen besser. Aber Geparden, Nashörner und Leoparden machen sich immer noch rar. Egal, wir freuen uns über jeden Elefanten, Giraffe oder sonstiges Geviech. Heute mussten alle irgendwie auf die andere Straßenseite, Giraffen, Antilopen und Elefanten. Gerade bei Elefanten gar nicht so einfach für Mensch und Tier – wenn man nicht schnell genug wegkommt, wird man sofort missmutig angebrummt. Überhaupt war heute im Hause Elefant ein bisschen Streit angesagt. Egal ob miteinander – falsch parkende Autos, Antilopen, egal alles musste zurück in die Ordnung ansonsten gab es Drohkulisse.
Ansonsten war unser persönliches Highlight, dass wir einen Bau von Mongoose entdeckt haben, wo die kleinen Raubtiere sich gerade in der Sonne tummelten. Im Laufe des Tages sammelten wir nach und nach weitere interessante Tiere ein und fuhren immer weiter nach Norden bis zu unserem Restcamp in Satara.
Hier hatten wir einen weiteren Game Drive gebucht, dieses Mal in die Nacht hinein. Am Anfang waren wir etwas geschockt, da die Gruppe doch recht groß war und wir uns mit 20 Mitstreitern einen großen Outdoor Truck teilten. Aber das war völlig unbegründet: Patrick unser Guide war hervorragend. Mit viel Spaß und Wissen manövrierte er das Riesenschiff von einem interessanten Tier zum nächsten.
Im Gegensatz zu unserem Morgenabenteuer sahen wir ab Minute 1 Tiere, Tiere und noch mehr Tiere. Erst einmal Impalas, Zebras und Gnus und dann kam das große Highlight – ein Leopard! Das Tier schlich nur 50m neben der Straße durchs hohe Gras und wir konnten die Leopardendame sehr lange beobachten, bis sie zuletzt einen Aussichtspunkt auswählte und sich niederließ.
Wir hatten an Bord ein Vater-Sohn-Duo, die echt mit Adleraugen ausgestattet waren, egal, ob es um weit entfernte Eulen und Adler, oder nahegelegene Hyänen ging. Die beiden entdeckten alles – sage und schreibe 7 Hyänen plus ein winziges Jungtier. In der Nacht wurde es dann dramatisch: Wir konnten in der Ferne eine Löwin auf der Jagd seiner Beute nachsprinten sehen – offenbar mit Erfolg! Dann zwar nicht zu sehen – aber deutlich zu hören war der letzte Schrei des Beutetiers – heute gibts bei Löwens zum Abendessen wahrscheinlich Zebra!
Auch sonst war die Fahrt landschaftlich ein wahrer Genuß – dazu kam der blutrote Sonnenuntergang über der Steppe Afrikas – und da der Mond sich da nicht verstecken wollte, ging er auch genauso blutrot auf! Nachdem reichhaltigen Abendessen (Steak) müssen wir uns schon wieder für das nächste Abenteuer vorbereiten – morgen Abend gibt es dann die immer gleiche Frage – gibt es hier Wlan 😉
