Heute hatten wir uns wieder mal einen Game Drive gegönnt – 5Uhr Abfahrt – manche Leute behaupten, das wäre Urlaub 😉 Leider war der heutige Drive deutlich erlebnisärmer als die bisherigen. So fuhren wir 3h gemütlich über Teerstraßen, statt abenteuerlich über Schotter, und die Tiere – bis auf ein paar Giraffen und eine sehr schwangere Hyäne – waren auch nicht bereit, so früh aufzustehen.
Na dann muss es halt selber gehen – nachdem wir in unserem Bungalow klar Schiff gemacht hatten und ein kleines Frühstück (Cheddar, Brot, Kaffee) eingenommen hatten, ging es auf verschlungenen Wegen in Richtung Norden. Wir nahmen natürlich die Nebenstraßen, weil da sind ja die Tiere – denkste. Auch wir verbrachten einen sehr entspannten Morgen ohne wesentlich neue Tierarten – lustigerweise lief uns eine weitere Hyäne über den Weg – keine Ahnung, die sollen hier eigentlich selten sein – scheinbar hat ihnen das niemand gesagt!
Kaum zurück auf der Hauptstraße, auf einmal jede Menge Tiere – Giraffen, Elefantenherden und ein ganz seltener Phantomleopard. Das ist ein Leopard, wo jeder meint, er hätte da hinter den Büschen was gesehen aber nix taucht auf – nun wenn er nicht will, dann fahren wir weiter.
Und dann überschlugen sich die Ereignisse: auf einem kurzen Abschnitt der Hauptstraße entdeckten wir zuerst seltene Wildhunde, die auch schon einige Touristen in ihren Bann zogen. Sie lagen entspannt unter einem Baum und wurden von einem hungrigen Geier umkreist.
Wenige Meter weiter – ein kurzer Stau, der selbst die Parkwächter auf den Plan rief – neben der Straße hatte sich ein Rudel Löwen niedergelassen – die genüßlich an einem Stück Giraffe kauten – wirklich spannend, wie es bei Löwens beim Mittagessen zugeht. Klar war hier ein bisschen Auflauf, aber es ging noch einigermaßen in geordneten Bahnen ab – und den Löwen war es ziemlich egal, solange wir Ihnen die Giraffenkeule nicht streitig machen!
Zum Abschluss nur wenige Kilometer weiter auf dem Weg zu einem Wasserreservoir entdeckten wir unsere ersten Gnus der Reise, und Nyala Antilopen und Warzenschweine – ein einziges Gewusel links und rechts der Straße – aber das war noch nicht alles! Im Reservoir selber dösten 2 Hippos und nebendran hatten die Elefanten eine riesige Badeanstalt eröffnet. Da vergnügten sich mehrere Elefanten im Wasser, da wurde getaucht, geprustet, gespritzt und trompetet. Nach dem Bade wurde dann an passendem Stein noch das Hinterteil sauber geschrubbt und so war man fertig für den Abendspaziergang.
Insgesamt also wieder ein sehr unterhaltsamer Tag – wir sitzen gerade beim Abendessen und haben das Wifi vom Restaurant angezapft – deshalb gibt es auch ein paar Bilder heute!