Abenteuer mit Kayaks

Abenteuer mit Kayaks

Heute war unser letzter großer Programmpunkt in unserem Mauritiusurlaub: Eine Kayaktour nach Amber Island. Die ganze fröhliche Partie sollte insgesamt 3h dauern und der Kayakanteil davon sollte eher gering sein. Deshalb dachten wir, wir paddeln die paar Meter da rüber und dann Insel erkunden, Erfrischungen, Baden und zurück – aber wieder einmal stellten wir fest, dass man sich bei so Unternehmungen doch auf Unwägbarkeiten einstellen muss 😉

Amber Island Kayak Trip mit Sea Kayak Adventures

Das ganze begann recht harmlos mit einer Whatsapp-Nachricht, dass die Tour um ’ne halbe Stunde nach hinten verschoben wurde – kein Problem, damit können wir ganz gut leben. Also waren wir pünktlich am Treffpunkt, wo uns Kevin eine kurze Einweisung gab und schon ging sie los, die wilde Fahrt. Die erste Etappe waren eine gute Stunde spannendes Gepaddel nicht nur zur Insel sondern durch dichten Mangrovendschungel. Dazu gab es spannende Informationen zu den Mangroven und die Bedeutung für das Ökosystem. Trotz aller Anstrengungen war es ein großes Vergnügen, mit dem Kayak durch die engen Kanäle zu manövrieren und immer wieder neue spannende Nah- und Fernblicke zu erhaschen.

Unsere erste Pause mit Ananas und Möglichkeit zum Baden fand nicht etwa an einem Strand statt – vielmehr hüfttief im Wasser – so war das einsteigen und aussteigen aus dem Boot eine recht große akrobatische Leistung. Leider hatte ich die Grundlagen der Physik mal wieder nicht beachtet und brachte unseren Kahn beim einsteigen zum Kentern. Na gut – jetzt wissen wir auch, dass die Dry Bags für die Handys funktionieren. Im zweiten Anlauf bekam ich dann doch noch die Physik auf meine Seite und so konnten wir deutlich feuchter aber weiterhin fröhlich weiterpaddeln.

Eine halbe Stunde später hatten wir endlich festen Boden unter den Füssen. Die Anlandung auf Amber Island funktionierte dieses Mal ohne Probleme. Hier gab es Samosas und Getränke. Außerdem gab es die Möglichkeit, die Insel eine halbe Stunde auf sehr gut ausgebauten Wegen zu erkunden. Heute ist die Insel ein Schutzpark, aber früher wurde sie für alles Mögliche verwendet – unter anderem sollen die Holländer hier einen Hirschpark gehabt haben. Egal, wir erfreuten uns an den alten Pfaden mit spannenden Steineinfassungen und erreichten nach einer Viertelstunde unser Ziel – eine Landspitze mit uralten Kakteen – ein schöner Anblick.

Jetzt mussten wir ja nur noch zurück zu unserem Ausgangspunkt zurückpaddeln. Das war aber gar nicht so einfach. Die einsetzende Flut, Gegenwind und die Wellen der Motorboote setzten unserer kleinen Nussschale ganz gut zu, und wir mussten mehr Kraft als gedacht aufwenden, um heil das Ufer zu erreichen.

Fazit: statt ein wenig Paddeln bestand die Tour zu 2/3 aus Kayaksport und mit Gegenwind und Strömung ist das doch etwas anstrengend. Ich glaube, dass morgen die Arme heben eine größere Herausforderung wird – der Muskelkater kündigt sich doch langsam an. So, genug gejammert. Die Tour war großartig und unser Guide hat sich wirklich liebevoll um uns gekümmert – und Mangroven sind immer wieder faszinierend!

Sonnenuntergang Mont Choisy Public Beach

Nachdem wir auf der Tour ausreichend gebraten und gewässert wurden, war es erst einmal notwendig die paar Kilometer zurück ins Hotel zu fahren, um zu duschen, neue Badeklamotten einzupacken und wieder hinaus in die weite Welt zu ziehen. Unser Ziel war wie gestern der Public Beach von Mont Choisy. Da heute Sonntag war, war natürlich wieder sehr viel los – gefühlt noch mehr als gestern.

Unser erster Anlaufpunkt war der Imbiss Chez Hans, der uns einen vorzüglichen gebratenen Fisch servierte. Vor allem die Zwiebel, Knoblauch und Zitronensauce schmeckte wirklich vorzüglich. So gestärkt suchten wir uns einen schattigen Aussichtspunkt, um das wilde Treiben zu beobachten. Es ist schon begeisternd, wie hier alle zusammen finden und friedlich jeder auf seine Weise den Strand genießt. Heute haben wir uns sogar noch ein bisschen mehr Zeit genommen und sind bis zum Sonnenuntergang geblieben, der heute mal wieder ausnehmend schön war.

So, dass waren unsere großen Highlights von Mauritius. Morgen haben wir als letzten vollen Tag kein Programm mehr anstehen. Vielleicht eine Kirche, einen Tempel und ein paar Strände und das war es dann aber auch schon – am Abend steht dann Sand ausschütteln und packen an!

One thought on “Abenteuer mit Kayaks

  1. Hallo Paddler,
    ich nehme an, ihr habt die großen Anstrengungen bei der Rückfahrt von eurer Besichtigungstour, gerne auf euch genommen, nachdem ihr die Mangroven so hautnah erleben konntet. Auch die alten Kakteen und die sonstigen Überbleibsel aus vergangenen Zeiten, waren etwas Besonderes, das mit etwas Muskelkater bezahlt werden musste. Am Abend konntet ihr euch am Strand erholen und wieder einen super Sonnenuntergang genießen.
    Tankt viel Wärme, dass ihr den Kälteeinbruch hier, bei der Rückkehr gut verarbeiten könnt.
    Viele Grüße W&S

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