Issigeac – Sonntag ist Markttag

Nachdem ich gestern ausführlich über die Geschichte der Bastiden berichtet habe, geht es heute wieder zurück nach Issigeac. Im Gegensatz zu den Bastiden ist das Dorf keine Neugründung aus dem Mittelalter, sondern geht zurück auf die Römerzeit. Das erste richtige Dorf entstand in der Merowingerzeit und seitdem ist es durchgehend bewohnt. Hier ist die Stadtanlage eher etwas verwinkelt und gerade Straßen oder Gassen gibt es gar nicht. In der Regel ist das Dorf sehr ruhig und beschaulich – außer Sonntags – denn da ist Markttag. Sprich um 8 Uhr kommen die Einheimischen und kaufen ein und ab 10 Uhr fallen die Touristen ein, die dann die ganze Stadt in Beschlag nehmen. Interessanterweise ist ein Großteil der Region fest in britischer Hand – fast überall trifft man auf Engländer, die hier auch Häuser kaufen und sich ihr Rentnerdomizil einrichten. Dazu noch jede Menge Niederländer und damit sind schon fast alle Touristen gezählt. Deutsche – Fehlanzeige!

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Bastide Towns im Perigord

Heute ist also unser erster „Ruhetag“ und wir haben uns für den heutigen Tag nur einen Markt und 2-3 Bastiden zur Besichtigung ausgesucht. Die Städte, die man als Bastide bezeichnet, entstanden aus einem Bauboom im 12.Jh in Okzitanien, sprich Südwestfrankreich. Aufgrund von Kriegen und anderen Plagen gab es Anlass, das niedere Volk vor marodierenden Banden zu schützen und so bauten Bischöfe, Grafen und die Könige von Frankreich und England hier in dieser Gegend in einem Zeitraum von 100 Jahren fast 400 befestigte Dörfer oder Städte – und einige hier im Perigord sind noch fast im Original erhalten.

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Issigeac – angekommen im Mittelalter

So schnell neigt sich der erste Teil der Reise dem Ende entgegen. Nach 6 Tagen Roadtrip bis nach Andorra und Toulouse sind wir heute Nachmittag in unserem Häuschen in Issigeac angekommen, wo wir eine Woche Zeit haben, die Gegend zu erkunden.

Ursprünglich hatten wir die Idee, heute Vormittag noch Toulouse zu besichtigen. Aber nach den gestrigen Erfahrungen, dem immer noch verhangenen Wetter und der ominösen Umweltzone… haben wir uns entschlossen, Toulouse für eine andere Reise aufzuheben und sind gleich Richtung Dordogne gestartet.

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Chaos in Toulouse und Fine Dining

Nach unserer Wanderung machten wir uns wieder auf den Weg nach Frankreich. Etwas feucht, erschöpft aber glücklich nahmen wir die 200km nach Toulouse in Angriff. Bis kurz vor der Stadt war alles in Ordnung, aber dann wurde es völlig chaotisch: sintflutartige Regenfälle, Unfälle und Feierabendverkehr brachten den Verkehr fast komplett zum erliegen und wir schlichen auf Umwegen um die die Stadt herum, um irgendwie unsere Unterkunft zu erreichen – für die letzten 10Km brauchten wir fast eine Stunde. Dabei lernten wir jeden Hinterhof und überflutete Unterführung der Vororte von Toulouse kennen.

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Andorra – einsames aber nasses Wanderparadies

Heute haben wir so viel erlebt, dass ich den Blog auf zwei Seiten aufgeteilt habe – erst Andorra und gleich anschließend Frankreich – also hier jetzt der Andorra Teil!

Kurzer Nachtrag zu gestern Abend – wie gesagt, nachdem sich der Regen gelegt hatte, und Deutschland im Fußball erfolgreich war, machten wir uns auf, um eine Runde Tapas zu verköstigen – natürlich waren wir um halb 9 als gute Deutsche viel zu früh zum Essen da – aber ab 9 kam so langsam Stimmung in die Bude.

Wir hatten natürlich viel zu viel bestellt, aber die ganze Karte sah einfach zu verlockend aus. Mein persönliches Highlight war eine völlig unbekannte Auberginenvariante – ähnlich wie Pommes geschnitten, frittiert und mit kräftiger Honignote – total spannend.

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Carcassonne – Disneyland Mittelalter Ausgabe

Heute ging es also weiter durch Frankreich immer Richtung Südosten – unser heutiges Ziel war Carcassonne und final Andorra – Land Nummer 86! Wie immer ging es früh los – denn die Olympische Flamme droht ja mit Straßensperren in der Provence.

Die erste Etappe waren 250km auf zum größten Teil ruhigen Autobahnen, nur der LKW-Verkehr Richtung Spanien wurde nach und nach immer dichter. So erreichten wir Carcassone ohne größere Verzögerung und konnten uns sogar einen Parkplatz direkt vorm Eingangstor sichern.

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50 shades of red und Olympia!

Zur Abwechslung wurde heute mal keine Strecke gemacht, sondern vor Ort ein richtiges Besichtigungsprogramm eingefügt. Als erstes Ziel hatten wir uns „Le Sentier des Ocres“ ausgesucht – laut Google findet man hier:

2 markierte Wege durch farbenfrohes Terrain mit roten und gelben Steilfelsen in stillgelegter Ockergrube.

…das hört sich doch spannend an – also rein ins Auto und los geht’s. Unsere Idee war es, auf verschlungenen Wegen durch provenzialische Traumlandschaften zu cruisen. Doch auch heute war es uns nicht vergönnt, ohne Hindernisse unser Ziel zu erreichen. In jedem Dorf wurde gewerkelt, Absperrungen aufgebaut und Straßen gesperrt. Was ist denn hier los? – Aber kein Weinfest oder ähnliches führt zu der ganzen Aufregung – vielmehr wird morgen die Olympische Flamme auf ihrem Weg nach Paris durch die Provence getragen – und dafür werden überall heute schon Vorbereitungen getroffen…

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Sur le pont… Päpste und schmale Gassen

Heute ging es früh los, denn es warteten weitere 500km Straße auf dem Weg in den Süden auf uns!
Zum Glück gab es gleich im nächsten Ort eine wunderbare Bäckerei, die uns mit französischen Leckereien versorgte – so gestärkt ging es los in Richtung Genf, zeitweilig mit wunderschönem Blick auf den Mont Blanc, der sich wirklich als weißes Gebirge weit hinter dem See auftürmte. Leider ging es deutlich zäher voran als gedacht, weil sich die Schweizer sich Zeit nehmen, um im Berufsverkehr eine Spur auf der Autobahn zu sperren, um Blümchen zu pflücken – ich meine: Gras zu mähen 😉

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Roadtrip Frankreich – erst mal Schweiz!

Wir sind wieder auf der Reise – schon wieder ;-). Es gibt ja Leute, die behaupten, wir sind nur noch zum waschen und umpacken zu Hause – aber ganz so ist es ja noch nicht! Also, was haben wir den dieses Mal vor? Zusammengefasst ein langer Roadtrip durch Österreich, die Schweiz, Südfrankreich, Andorra bis wir im Perigord eine längere Pause einlegen, bevor es wieder Richtung Heimat geht! Natürlich werden wir euch von jedem Zwischenstopp ausführlich berichten!

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Südböhmen – eine Zusammenfassung

Anreise

Die Gegend rund um Budweis und Krumau hat keinen direkten Autobahnanschluss an das deutsche oder österreichische Schnellstraßennetz. Aus diesem Grund darf man schon auf der Fahrt von Passau über die B12 nach Tschechien sehr viel Landschaft bestaunen.
Trotzdem ist die Region aus vielen Orten Bayerns, Sachsens und Österreich in weniger als 4h erreichbar – sprich, eine ideale Entfernung für ein langes Wochenende. Für uns waren die 300km von München auch schon Teil des Erlebnis und somit eine entspannte Landpartie

Die Anreise mit dem Zug ist aus München theoretisch möglich, beinhaltet aber Umsteigepunkte in Linz und Budweis, um nach Krumau zu kommen – das kann schon mal über 8h dauern – also eher für Zugenthusiasten.

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